Ich bin heute ein Mann Mitte 40 und lebe seit Jahren wieder in einer harmonischen Beziehung und blicke auf Ereignisse zurück die mein Leben stark verändert und mitgenommen haben. Trotzdem konnte ich die Dinge immer positive sehen, auch wenn es Zeiten gab wo man nur noch verzweifeln konnte, denn in jedem Unglück ist der Kern des Guten verborgen.
Die Geschichte hat meine Einstellung zum Leben und den Dingen um mich herum komplett auf den Kopf gestellt, aber ich bin daran gewachsen und habe daraus gelernt. Aus heutiger Sicht war es für mich die Schule des Lebens, aus meinen Schwächen wurden Stärken und ich bin reifer geworden und kann die Menschen heute viel besser wahrnehmen, als mir dies vorher gelang.
Angefangen hat alles vor gut 20 Jahren, ich hatte mich frisch von meiner damaligen Frau getrennt und wohnte alleine. Ich konnte also tun was ich wollte und genoss für den Moment die wiedererlangten Freiheiten.
Ich ließ mich etwas treiben und hatte auch nicht die Absicht mich gleich wieder zu verlieben. Aber es kam alles anders als ich es erwartet hatte, ganz anders.
Mein Beruf war zu dieser Zeit Taxifahrer, was mir auch irgendwie spaß machte, ich war abgelenkt, musste nicht zuviel studieren und hatte ein wenig Unterhaltung durch die Fahrgäste und Arbeitskollegen.
Durch diese Arbeit lernte ich viele neue Gesichter kennen und ließ mich auf das eine oder andere Abenteuer mit einer Frau ein. So ließ ich die Dinge einfach ein wenig treiben und lebte von Tag zu Tag.
Eines Nachts, so gegen 2 Uhr hatte ich eine Bestellung am Zentralplatz in Koblenz. Wie immer fuhr ich direkt dorthin, schaute mich um und konnte auf Anhieb niemanden entdecken. So fuhr ich ein wenig auf die Seite und wartete. Da die Bestellung über eine Telefonzelle erfolgte, konnte es auch bedeuten, dass ich vergebens wartete.
Doch schon nach etwas 2 Minuten tauchte 1 Gestalt aus dem Dunkeln auf und lief direkt auf mein Fahrzeug zu. Es war eine Frau, sie war sehr attraktiv um nicht zu sagen sehr sexy gekleidet, ein echter Hingucker.
Sie schaute zuerst mich an und stieg dann in den Wagen ein, direkt neben mir. Ich fragte wohin sie fahren wolle und sie gab mir nur eine grobe Richtung an und sagte: „zum Clemensplatz bitte“.
Ich fuhr los und wir begannen zu plaudern. Ich erzählte ihr vor allem, darüber, dass ich zur Zeit getrennt von meiner Frau lebe und welche Sorgen mich plagen, da ich mich von ihr und der Justiz ziemlich ungerecht behandelt fühlte.
Da das Ziel nicht weit war, hielt ich irgendwo am Straßenrand und wir redeten weiter. Sie gab mir zu verstehen, dass sie mich juristisch beraten könne und tauschten unsere Telefonnummern. Wir verabschiedeten uns und ich wollte daraufhin weiterfahren. Daraus wurde leider nichts, die Batterie war leer. Ich hatte das Licht brennen lassen und nicht bemerkt, dass wir schon über eine Stunde im Auto geredet hatten. So musste ich die Zentrale benachrichtigen, die mir Jemand zum Überbrücken vorbeischickte. So was peinliches aber auch.
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