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Freitag, 29. Juli 2011

Eintrag 4, ihre Krankheit

Mit der Zeit wurde der Kontakt immer intensiver, da wir uns gegenseitig helfen konnten und uns auch sonst gut verstanden. So kam es auch, dass ich sie eines Abends bei mir Zuhause verführte. Damit änderte sich vieles, nicht auf Anhieb, aber es machte sich so nach und nach in meinem Alltag bemerkbar.

Ich hatte nicht vor in eine Partnerschaft mit ihr zu gehen, aber sie hatte schon fast die volle Kontrolle übernommen, ohne dass mir das recht bewusst war. Man nennt das wohl Ironie des Schicksals, denn schon meine Frau, mit der ich, juristisch gesehen, noch immer verheiratet war, hatte mich zuvor auch schon kontrolliert und total eingeengt. Es scheint ein Naturgesetz zu geben. Nur weil ich den Partner wechsle bedeutet dass noch nicht, dass ich meine Probleme wechsle, ich und meine Problem sind immer noch die selben.

Da ich sehr offen und ehrlich über mich und meine Situation reden konnte, gab ich natürlich mehr oder weniger alle meine Geheimnisse preis und es ist ein Leichtes für Jemand der damit rumspielen möchte, dies auch zu tun. Aber so war ich zu dieser Zeit und wie soll Vertrauen entstehen wenn nicht durch Ehrlichkeit. Es ist nicht so, dass ich heute nicht mehr ehrlich bin, aber ich mache heute einen Unterschied wem ich was und wann erzähle und gewisse Dinge spreche ich schlicht nicht mehr an.

So nach und nach erzählte sie mir auch von ihren Problemen und die waren alles andere als harmlos. Irgendwann einmal gab sie mir ein ärztliches Attest, worin zu lesen war, dass sie eine seltene Stoffwechselkrankheit habe die sich Morbus Fabry nennt. Ich hatte zuvor noch nie davon gehört und konnte mir auch nichts darunter vorstellen.
Sie sagte mir, dass ich jetzt gut zuhören und mir das merken soll, denn ihr Leben hängt davon ab. Sie erklärte mir, dass sie dadurch von anderen Menschen in lebensbedrohliche Situationen gebracht wurde und es wichtig sei, dass ich darüber informiert werde und ich wissen muss, was in einer solchen Situation zu tun sei. Ich hörte mir das in Ruhe an und verstand am Anfang nur Bahnhof.

Das war nicht gut, gar nicht gut, denn am nächsten Tag hatte ich bereits vergessen wie sich diese Krankheit nennt. Darauf angesprochen musste ich zugeben es nicht mehr zu wissen. Das hatte eine Moralpredigt zur Folge die sich gewaschen hat. Ja klar wenn dadurch das Leben eines Menschen bedroht wird, hat man ja auch ein gewisses Verständnis. Sie erklärte mir auch dass durch das erlebte von ihr Atemstörungen, Herzbeschwerden und Kopfschmerzen auslöste die sie Handlungsunfähig machte. Klar, damit war nicht zu spaßen. Was sollte ich da auch schon antworten. Jede unbedachte Antwort hat dazu geführt, dass sie noch mehr in Rage geriet und sich die geschilderte Symptomatik bemerkbar machte.

Ich versuchte also in diesen Situationen möglichst gelassen zu reagieren, was mir nicht immer gelang. Dies hatte zur Folge, daß ich immer ruhiger wurde und sie immer hektischer. Sie redetet überhaupt immer sehr viel und ausgiebig, so dass man praktisch gar nicht zu Wort kam.

Ein weiteres Problem war ihre Wohnsituation. Durch denunzierungen, also falschen Anschuldigungen von ihren Verfolgern hatte sie ihren Wohnsitz aufgeben müssen sich so eingemietet, dass sie niemand finden konnte. Sie war dort unter falschem Namen nicht einmal mir sagte sie wo sie genau wohnte.

Wenn ich sie mit dem Auto abholte, war das immer im Umkreis von etwa 200 m, so dass man nicht zurückverfolgen konnte wo das war, mich interessierte das auch nicht sonderlich, da ich für ihre Situation Verständnis hatte und sie mir auch vertrauen konnte. Dies ist meine Art, führte aber dazu, dass sie mir dies eines Tages vorhielt, so nach dem Motto, ich interessiere mich ja deshalb gar nicht richtig für sie. Ein richtiger Mann wäre ihr schon lange nachgegangen, schon alleine deswegen um mit ihr ins Bett zu steigen.
Ah ja, naja, Ansichtssache, was soll ich denn jetzt tun um es richtig zu machen? Egal wie man es anstellt, es ist falsch. Diese Erfahrung musste ich nun in Zukunft häufiger machen, aber das war erst der Anfang.

Durch eben mein “falsches Verhalten“, kam es immer öfter dazu, dass es bei ihr besagte Beschwerden auslöste. Das war ein echter Teufelskreis, denn ich konnte ihr nicht helfen und sie konnte auch nicht zu einem Arzt gehen oder auf die Notfallstation, da diese durch die Diffamierungen von ihren ehemaligen Peinigern, sie gar nicht mehr behandelten.

Außerdem hatten die meisten Ärzte ja auch keine Ahnung von dieser Krankheit. Das bedeutete man musste diesen Ärzten zuerst die Situation erklären und das verschlimmerte die Situation noch erheblich, da ja der Stress und Jedes Misstrauen gegen sie, diese Symptome auslöst. Die Ärzte möchten ja auch nicht als Vollidioten dastehen und geben dann in diesen Situationen leider auch die falschen Empfehlungen und Diagnosen. Sicher sind das nicht die Hauptsymptome gewesen, aber die Krankheit haben dies offensichtlich begünstigt.

Da sie diese Erfahrungen schon ohne mich gemacht hat, kam diese Option schon gar nicht mehr in Frage und ich musste hilflos zusehen wie sich ihr Zustand in solchen Situationen zunehmend verschlimmerte.

Mittwoch, 27. Juli 2011

Eintrag 3; Ihr Exfreund

Es ging darum die Wohnung von ihrem Exfreund zu räumen und offensichtlich waren sie nicht mehr in der Lage normal miteinander zu reden. Sie behauptete er sei gewalttätig und er behindere sie wo es nur gehe und er würde ihr nachstellen. Wie schlimm solche Situationen sein können habe ich bisher in dieser Form noch nicht erlebt und konnte mir die Tragweite noch nicht so richtig vorstellen. Ich hatte jedenfalls ich nicht den Eindruck, dass ich etwas zu befürchten hätte.

Sie musste deshalb jedes Vorgehen immer genau abwägen um am wenigsten Komplikationen zu verursachen. Dies bedeutete, dass sie sich immer alles gut überlegen musste und das konnte dauern.
So waren wir einmal Nachts in der Wohnung die halb leer geräumt war und prompt wurden wir beobachtet. Das Auto ihres Exfreundes fuhr langsam die Strasse entlang. Nach einer kurzen Weile war er auch wieder verschwunden, wahrscheinlich hat er bemerkt, dass wir ihn beobachten.

Ich fragte sie natürlich wer er ist, was er tat und wie es zu dieser Trennung kam. Viel Gutes hatte sie nicht über ihn zu berichten, aber was ich so vernahm, war er ein Durchschnittstyp mit geringem Gewaltpotential. Er gehörte in seinen jungen Jahren zwar mal zu einer Rocker Clique, hat sich dann aber doch dem “Mainstream“ angepasst.
Persönlich lernte ich ihn nie kennen, legte auch keine besonderen Wert darauf. So im Nachhinein würde mich allerdings seine Sicht der Dinge schon interessieren. Aber ich kann es mir auch in etwa vorstellen. Man muss ja auch nicht gleich jeden schlafenden Hund wecken.

Sie hingegen legte Wert darauf ihn zu bestrafen, in dem Fall nichts besonderes aber so rief sie auf teure Sexhotlines an um die Telefonrechnung entsprechend zu erhöhen, die er letztendlich bezahlen musste. Sie sah es als Vergeltung für das was er ihr angetan und ihren finanziellen Schaden den sie durch ihn erlitten hat.
Das Ganze war aber nur die Spitze des Eisberges wie es sich später tropfenweise herausstellen sollte, das war schon eine ausgewachsene Katastrophe die sich dahinter verbarg, aber das wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht und konnte mir das auch gar nicht vorstellen. Ich bin in einfachen Verhältnissen aufgewachsen und kannte so die familiären Probleme die es geben kann und vielleicht auch noch tragische Geschichten aus dem Fernsehen, aber das kann man fast nicht glauben wenn man es nicht selber erlebt hat. Viele Menschen konnten das auch nicht, denen ich versucht habe diese, meine Geschichte zu erzählen. Ganz abgesehen davon, kann man das auch nicht in 10 Minuten oder gar einer Stunden vermitteln, das übersteigt jede Vorstellungskraft.

Auch der Begriff “Stalking“ gab es im deutschen Sprachgebrauch noch nicht und ich wusste lange nicht, wie ich das in einfache Worte fasse was ich erlebt habe. Wenn ich heute diesen Begriff verwende, gibt es doch schon Einige die sich darunter etwas vorstellen können, am ehesten die, welche schon selber Opfer von Stalking geworden sind. Trotzdem ist es damit alleine nicht zu erklären, denn Jeder hat eine eigene dramatische Geschichte und die ist von den eigenen Umständen abhängig.
Es ist auch nicht so, dass Jemand von einer Minute auf die Andere gestalkt wird. Dies ist in den meisten Fällen ein schleichender Prozess, welcher sich über Wochen und Monate entwickeln kann. Die Menschen die das tun tragen auch keine Markierung auf der Stirn, so dass man sie besser erkennen könnte, sondern es sind ganz normale Menschen wie Du und ich, welche mit Kränkungen und Verlassen werden immer wie schlechter umgehen können oder es noch nie konnten. Eine Kränkung kann schon durch bloßes ignorieren erzeugt werden und kann fatale Konsequenzen nach sich ziehen. Da man eigentlich seine Ruhe will, zieht man immer den Kürzeren.

Ein sicheres Zeichen allerdings ist immer eine heftige Reaktion auf Ignoranz, zu spät kommen, oder Beleidigungen. Das sollte das erste Alarmsignal sein. Fremden Gegenüber sind solche Menschen immer sehr besonnen und lassen sich nicht provozieren, sie stellen ihre Sicht der Dinge immer so dar, wie wenn sie völlig unschuldig in diese Situation hineingeraten sind und drehen die Sache immer so um, dass alle Beschuldigungen auf das Opfer zutreffen.
Das führt häufig dazu, dass die Menschen im Umfeld sehr verunsichert sind und meistens dem Stalker glauben. Manche Menschen scheinen richtig darauf zu warten, dass der gute Ruf des Opfers beschädigt wird, damit man endlich selber mal den Dampf ablassen kann den man schon immer ablassen wollte, weil noch irgendwelche “offene Rechnungen“ zu begleichen sind, man einfach Recht haben will, einfach weil man es gerne tut, oder schlicht aus lange gehegtem Neid dem Opfer gegenüber. Es kann auch sein dass man instinktiv eher dem Stalker Recht gibt, da es am Ende das geringere Übel ist, man könnte ja selber dadurch mehr Probleme bekommen als einem lieb ist.

Dies ist ein echter Teufelskreis und da wieder herauszukommen ist eine echte Herausforderung. Es gibt leider keine Zauberformel und auch keine Sieger am Ende dieses Kampfes und ihr Gegner ist nicht nur der Stalker selbst, sondern auch die infizierten und involvierten Menschen des Stalkers und die Beamten, die leider auch nichts für sie tun können und sogar ohne böse Absicht gegen sie arbeiten, da das geltende Rechtssystem keinen Spielraum offen lässt um sie zu schützen. Auch eine Unterlassungsverfügung schützt Sie nicht wirklich vor Stalking. Nur Sie selber können diesen Ausweg finden und versuchen Sie so wenig Öl ins Feuer zu gießen wie möglich, sonst haben Sie am Ende einen ausgewachsenen Flächenbrand den Sie nicht mehr löschen können.

Doch zurück zu meiner Geschichte

Montag, 25. Juli 2011

Eintrag 2; Das erste Treffen

Gegen den Morgen beendete ich meinen Dienst und ging nach Hause. Ich musste zuerst eine Runde schlafen. Taxi fahren ist zwar nicht anstrengend, aber trotzdem sehr ermüdend. Nach dem Aufstehen überlegte ich mir, ob ich ihr anrufen soll oder nicht. Einen Anwalt hatte ich eigentlich schon, also war kein Bedarf und eine Affäre hatte ich auch noch, also war das auch nicht das Dringlichste.

So vergingen ein paar Tage und ich dachte nicht mehr sonderlich darüber nach. Eines Abends so gegen 9 rief sie mich direkt aufs Taxi an und fragte ob ich Zeit hätte sie abzuholen. Ich solle sie an der gleichen Stelle abholen. Ich sagte zu und machte mich auf den Weg.
Diesmal war sie nicht alleine. Ein Mann begleitete sie und sie stiegen Beide in mein Taxi ein. Sie war ganz aufgebracht und ich fragte was los sei. Sie erzählte mir von ihrem Ex-Freund und dass er sie bedroht hatte. Sie wollte einfach nur weg. Sie zitterte wie Espenlaub.

Ich legte meine Hand auf ihre um sie zu beruhigen und machte ihr den Vorschlag, zu mir nach Hause zu fahren und darüber zu reden. Sie willigt ein und wir fuhren zu mir. Ich wohnte damals an der Gutenbergstrasse und ich begleitete sie in meine Wohnung.
Nachdem ich den Beiden etwas zu trinken gab und wir etwas geredet hatten, sagte ich den Beiden, dass ich noch zu arbeiten habe, sie aber noch etwas bleiben können. Sie sollen mir den Schlüssel einfach anschließend in den Briefkasten werfen.

Als ich dann am morgen nach Hause kam war kein Schlüssel im Briefkasten. Ich dachte mir vorerst nichts dabei und rief sie an, ihr Name ist Tanja und ich fragte sie nach dem Schlüssel. Tanja erklärte mir, dass Sie den Schlüssel mitgenommen habe und ich ihn bei Gelegenheit wieder erhalte. So schien alles in Ordnung zu sein und ich fragte nicht weiter nach.
Ein oder zwei Tage später habe ich ihr dann doch angerufen und sie gefragt, ob sie einmal Zeit hat, sich die Unterlagen von meinem Scheidungsverfahren anzusehen und mich zu beraten. Sie willigte ein und wir machten einen Termin aus an einem meiner freier Tage.

An dem Tag war ich schon ein bisschen aufgeregt, aber ich gehöre nicht zu den Männern die jeder Frau gleich den Hof machen und sie mit Komplimenten überschüttet. Ich lasse die Dinge immer ein bisschen reifen und versuche auf dem Teppich zu bleiben. Ganz abgesehen von den Erfahrungen die ich mit meiner Frau gemacht habe, hatte ich auch nicht gerade das beste Frauenbild.
Wie auch immer, sie kam sehr gut gekleidet und sehr sexy zu mir, aber ich bezog das nicht auf mich oder irgendwelche Absichten von ihr, es war einfach ihre Art so herumzulaufen, ich kannte sie auch gar nicht anders. Ich machte deshalb auch kein besonderes Aufsehen deswegen und bat sie herein.

Ich bot ihr etwas zu trinken an und wir fingen an zu reden. Ich kam sehr schnell zur Sache und gab ihr den Ordner zur Durchsicht. Währenddessen erklärte ich ihr meine Situation und sie hörte mir am Anfang einfach zu. So nach ca. 1 Stunde schien sie es ziemlich eilig zu haben und machte sich davon.
Keine Ahnung was da abgelaufen war, aber schließlich hatte ich andere Sorgen. Ich rief sie dann einen Tag später an und fragte sie was los sei und ob sie mir helfen könnte. Sie faselte irgendwelche Sachen von, das habe sie noch nie erlebt und ob ich den gestört sei in Anwesenheit einer so hübschen Frau völlig kalt zu bleiben. Ich war sprachlos, keine Ahnung was das sollte, bin ich denn so blöd? Ich versuchte sie irgendwie zu beruhigen und ließ die Sache auf sich beruhen.

Ein paar Tage später kam sie auf mich zu und fragte ob ich ihr helfen könnte, da sie ja auch ihre Problem mit ihrem Exfreund hat. Ja sicher, ich bin ja hilfsbereit und helfe gerne.

Donnerstag, 14. Juli 2011

Stalking - Eine wahre (Leidens-)Lebensgeschichte

Die Geschichte liegt hinter mir, deshalb kann ich heute sehr differenziert darüber berichten, leider fehlt mir eine genaue Chronologie, aber ich hoffe trotzdem, dass sie für Interessierte einen Einblick geben in die Seele von zutiefst verunsicherten Menschen.


Ich bin heute ein Mann Mitte 40 und lebe seit Jahren wieder in einer harmonischen Beziehung und blicke auf Ereignisse zurück die mein Leben stark verändert und mitgenommen haben. Trotzdem konnte ich die Dinge immer positive sehen, auch wenn es Zeiten gab wo man nur noch verzweifeln konnte, denn in jedem Unglück ist der Kern des Guten verborgen.

Die Geschichte hat meine Einstellung zum Leben und den Dingen um mich herum komplett auf den Kopf gestellt, aber ich bin daran gewachsen und habe daraus gelernt. Aus heutiger Sicht war es für mich die Schule des Lebens, aus meinen Schwächen wurden Stärken und ich bin reifer geworden und kann die Menschen heute viel besser wahrnehmen, als mir dies vorher gelang.

Angefangen hat alles vor gut 20 Jahren, ich hatte mich frisch von meiner damaligen Frau getrennt und wohnte alleine. Ich konnte also tun was ich wollte und genoss für den Moment die wiedererlangten Freiheiten.

Ich ließ mich etwas treiben und hatte auch nicht die Absicht mich gleich wieder zu verlieben. Aber es kam alles anders als ich es erwartet hatte, ganz anders.

Mein Beruf war zu dieser Zeit Taxifahrer, was mir auch irgendwie spaß machte, ich war abgelenkt, musste nicht zuviel studieren und hatte ein wenig Unterhaltung durch die Fahrgäste und Arbeitskollegen.

Durch diese Arbeit lernte ich viele neue Gesichter kennen und ließ mich auf das eine oder andere Abenteuer mit einer Frau ein. So ließ ich die Dinge einfach ein wenig treiben und lebte von Tag zu Tag.

Eines Nachts, so gegen 2 Uhr hatte ich eine Bestellung am Zentralplatz in Koblenz. Wie immer fuhr ich direkt dorthin, schaute mich um und konnte auf Anhieb niemanden entdecken. So fuhr ich ein wenig auf die Seite und wartete. Da die Bestellung über eine Telefonzelle erfolgte, konnte es auch bedeuten, dass ich vergebens wartete.

Doch schon nach etwas 2 Minuten tauchte 1 Gestalt aus dem Dunkeln auf und lief direkt auf mein Fahrzeug zu. Es war eine Frau, sie war sehr attraktiv um nicht zu sagen sehr sexy gekleidet, ein echter Hingucker.

Sie schaute zuerst mich an und stieg dann in den Wagen ein, direkt neben mir. Ich fragte wohin sie fahren wolle und sie gab mir nur eine grobe Richtung an und sagte: „zum Clemensplatz bitte“.

Ich fuhr los und wir begannen zu plaudern. Ich erzählte ihr vor allem, darüber, dass ich zur Zeit getrennt von meiner Frau lebe und welche Sorgen mich plagen, da ich mich von ihr und der Justiz ziemlich ungerecht behandelt fühlte.

Da das Ziel nicht weit war, hielt ich irgendwo am Straßenrand und wir redeten weiter. Sie gab mir zu verstehen, dass sie mich juristisch beraten könne und tauschten unsere Telefonnummern. Wir verabschiedeten uns und ich wollte daraufhin weiterfahren. Daraus wurde leider nichts, die Batterie war leer. Ich hatte das Licht brennen lassen und nicht bemerkt, dass wir schon über eine Stunde im Auto geredet hatten. So musste ich die Zentrale benachrichtigen, die mir Jemand zum Überbrücken vorbeischickte. So was peinliches aber auch.